In seiner Ausgabe vom 16.02.2012 berichtet das Darmstädter ECHO in der Rubrik "Stadtteil Kranichstein" über die Einzelhandelssituation im Fasaneriezentrum. "Während sich das Zentrum am See positiv entwickelt hat, fehlen am Fasaneriezentrum wenige hundert Meter weiter die Kunden", heißt es einleitend zu dem Hauptartikel "Wir sitzen hier wie in einer Festung". Ulrike Poth, stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins Kranichstein e.V., sieht dringenden Handlungsbedarf. Trotz Investionen aus dem Städtebauförderprogramm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt" und seitens der Wohnungsverwaltungs- und Vermietungsgesellschaft Darmstadt mbH (WVVG), die in den vergangenen Jahren ins Fasaneriezentrum geflossen sind, seien die Mitglieder des Gewerbevereins und die Kunden "mit dem Ergebnis nicht zufrieden", so Poth.

Auch Sabine Kolmer vom Interessenverbund Lokale Ökonomie Kranichstein unseres Projekts "Netzwerk ABBA - Ausbildung, Bildung und Arbeit in Kranichstein" (ESF-Bundesprogramm "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" (BIWAQ)) hat im Rahmen ihrer "Studien zur lokalen Ökonomie" und Unternehmensbefragungen in Kranichstein feststellen können, dass das "äußere Erscheinungsbild" und das "Ambiente" des Fasaneriezentrums bei Einzelhändlern und Kunden in der Kritik stehen. "Dies allein", so Kolmer in einem Ausblick auf ihre im Sommer erscheinenden Forschungsergebnisse, "begründet aber nicht hinreichend, warum das Fasaneriezentrum so weit hinter das Einkaufszentrum am See zurückgefallen ist. Die Problemlage ist vielschichtiger und muss dementsprechend in verschiedenen Richtungen analysiert werden."

In einem weiteren Artikel auf der Stadtteilseite unter dem Titel "Verkausoffene Sonntage am 1. April und am 4. November" kommt der Vorsitzende des Kranichsteiner Gewerbevereins, Santi Umberti, wiederum auf das demnächst auslaufende Förderprogramm Soziale Stadt zu sprechen. Er fürchtet, dass wichtige Bausteine wie das Projekt "Netzwerk ABBA" mit seinem "Interessenverbund lokale Ökonomie" und dessen "Kranichsteiner Business Talks" sowie die "Lokale Ausbildungsmesse - Lust auf Ausbildung" an der Erich Kästner-Schule zukünftig nicht mehr gefördert werden könnten. "Das wäre Sparen am falschen Ende", so Umberti gegenüber dem Darmstädter ECHO - da können wir projektseitig (leider) nur beipflichten!

Umbertis abschließender Ratschlag, sich nach anderen EU-Förderungen umzuschauen, mit deren Hilfe die genannten "Bausteine" (wenigstens teilweise) weiterfinanziert werden könnten, ist grundsätzlich richtig und soll u.a. bei der für den 12.03.2012 anstehenden "ABBA-Fachtagung" thematisiert werden. Wie realistisch allerdings die Realisierungschancen sind, bleibt abzuwarten... Wir halten Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden!

Netzwerk ABBA