Buntes Team (ausnahmsweise in schwarz-weiß) vor Bildungs-Kiosk | Foto: Sven Rasch © ROPE

Auf Einladung der IG Metall veranstaltete Netzwerk ROPE e.V. am vergangenen Donnerstag, 08. Januar 2015, im Rahmen des Forums Politische Bildung 2015 – Alternativen gehen über… Kooperation, Solidarität und Widerstand" (07.-09.01.2015) im IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel seine achte Lebende Bibliothek.

In zwei Workshop-Runden stellten sich vier Lebende Bücher insgesamt 37 Leser*innen für 32 Lesungen zur Verfügung. Ein echter Begegnungs-Marathon, der bei den Teilnehmenden, trotz der hohen Taktung, äußerst positiven Anklang fand.

Wir geben hier gerne einige der schriftlichen Kommentare und mündlichen Rückmeldungen wieder:

Eine einmalige Gelegenheit, Menschen mit besonderen Eigenschaften auf unbefangene Weise kennenzulernen, zu befragen, anders wahrzunehmen. Hervorragender Weg, eigene Vorurteile zu identifizieren und zu bekämpfen.

Im wahren Leben hätte ich z. B. keine Traute, den Mann in Frauenkleidung anzusprechen. Spinner oder so was ähnliches, hätte ich gedacht... alles falsch, nach dem Gespräch mit ihm. :-)

Ich habe die vielen Möglichkeiten anders zu sein und auch so zu leben, bisher noch garnicht so genau betrachtet und ich bin angenehm überrascht.

Der direkte, persönliche Kontakt in einem "geschützten Raum" erlaubt Neugier und eigene Offenheit... Es macht klar, daß man Vielfalt und Empathie nur leben kann, wenn man sich den eigenen Vorurteilen (und dem, was sie in einem selbst, dem Gegenüber und der Gesellschaft anrichten) stellt... Mehr davon!

Ein ganz besonderes Erlebnis mit enormem "Lerneffekt".

Vorurteile abzubauen ist ein Teil des Weges andere zu respektieren.

Man sollte dieses unbedingt in die Bildungsarbeit mit einbeziehen und die IGM eine Vorreiterrolle einnehmen.

Die Methode find ich super – gewerkschaftliche Jugendbildungsarbeit könnte dadurch unglaublich bereichert werden!

Vielleicht sogar in Grundlagenseminaren wie A1 oder BR1. Ggf. aber auch in speziellen Seminaren!

Ich könnte mir vorstellen, dass es ein geeignetes Mittel wäre, auch das Thema Gleichbehandlung im Betrieb zu thematisieren (Handlungsmöglichkeiten des BR nach BetrVG).

Ich fand die Bücherei-Metaphorik anfangs etwas schwierig, aber empfinde es nun als "Geschenk", so mit Leuten in Kontakt kommen zu können. Wir reden zu viel übereinander und zu wenig miteinander. "Labels" versus "Individualität" - das finde ich spannend. Die eigenen "blinden Flecken" werden deutlich. Es hilft Vielfalt zu erfahren und als 'normal' zu erleben.

Obwohl ich schon 66 Jahre alt bin, habe ich so ewtas noch nicht erlebt.

Ich bin immer noch überwältigt und begeistert von der Möglichkeit, Berührungspunkte zu schaffen, die man im 'normalen Leben' nicht hat. Dank und Respekt an die Bücher!

übergeil :-) weiter so!!!

Wir danken den Teilnehmenden an unserem Workshop sehr herzlich für Ihre Offenheit und ihr Engagement.

M., die seit 2010 für uns als Lebendes Buch im Einsatz ist, machte deutlich, dass es für sie wieder einmal nicht bloß "o.k." war, so intensiv befragt zu werden, sondern dass sie die durch die Methode erzeugte "Direktheit" in der Kommunikation besonders hoch schätzt:

"Hier gibt es kein Rumgeeiere wie sonst!"

In diesem Sinne und mit herzlichen Grüßen aus Darmstadt! ;-)
Das Team der Lebenden Bibliothek!

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