Neue Auszubildende und Mitarbeiter:innen der Sozial- und Konfliktberatung der Hochschule Darmstadt (h_da) nach Teilnahme am "KlarSicht"-Parcours am 05.08.2021 | Foto: N.N. © ROPE

Der gut erprobte MitmachParcours "KlarSicht" zu Tabak und Alkohol der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kam am 05.08.2021 an der h_da in seiner "Kofferversion" erstmals zum Einsatz. In Zusammenarbeit mit der Sozial- und Konfliktberatung der h_da, der "Beratungsstelle (...) für alle Beschäftigten der Hochschule, die Rat und Unterstützung in eigener, persönlicher Sache oder in einer konflikthaften, belastenden arbeitsplatzbezogenen Situation suchen" wurde der MitmachParcours von der Fachstelle Suchtprävention Darmstadt mit den neuen Auszubildenen der h_da durchgeführt.

Die Teilnehmer:innen wurden an verschiedenen Mitmach-Stationen auf einfache und interaktive Art zu Risiken von Nikotin und Alkohol informiert und sensibilisiert. Die Mitarbeiter:innen der Sozial- und Konfliktberatung der h_da erhielten ihrerseits Anregungen durch die Fachstelle Suchtprävention, wie Prävention vor Ort kontinuierlich und nachhaltig umgesetzt werden kann.

Die Auszubildenen konnten das Angebot sehr gut annehmen, die Stimmung in der Gruppe lockerte sich schnell und es entwickelte sich ein spannender Wissens- und Erfahrungsaustausch untereinander. Einige Auszubildene wollen im nächsten Jahr, den Parcours für die folgende Generation umsetzen. Wir freuen uns auf weitere Einsätze mit dem "KlarSicht"-Koffer, gerne auch bei Ihnen und wieder an der h_da.

Falls auch Sie ein Präventionsangebot in Ihrem Betrieb planen oder umsetzen möchten, dann kontaktieren Sie uns gerne!

Cheerio und vielen Dank an alle Teilnehmer:innen und die Kolleg:innen von der h_da!

Michelle Denk
Fachstelle Suchtprävention in Darmstadt

Fotogalerie "BZgA-MitmachParcours KlarSicht" an der h_da | 05.08.2021

Gruppenbild beim Aktionstag "Ich bin STÄRKER!" in der Otto-Röhm-Straße am 02.08.2021 | Foto: N.N. © ROPE

Der Aktionstag "Ich bin STAERKER!" fand in Zusammenarbeit mit Kooperation Asyl GbR, dem KPRD und weiteren Kooperationspartner:innen am 02.08.2021 in der Erstwohnunterkunft in der Darmstädter Otto-Röhm-Straße für Bewohner:innen im Alter von 6 bis 27 Jahren statt. Er basiert auf einem gemeinsam entwickelten Präventionskonzept, das ebenfalls den Titel "Ich bin STAERKER!" trägt.

Es sind weitere, monatlich stattfindende Interventionen im Rahmen von "Ich bin STAERKER!" bis Ende nächsten Jahres geplant, u.a. mit dem Werkhof e.V. und dem MUK – Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen e.V.

Die Fachstelle Suchtprävention möchte mit den Fachkräften und den Bewohner:innen niedrigschwellige, lebensweltorientierte und vor allem sinnlich erfahrbare Angebote schaffen und für die Bewohner:innen der Erstwohnhäuser zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Einrichtungen und Institutionen in ganz Darmstadt herstellen, u.a. durch gemeinsame Exkursionen. Ziel der Interventionen vor Ort ist es, durch ein spielerisches, bewegungsorientiertes Angebot neue Verhaltensweisen zu lernen, Problemlösungskompetenzen zu erwerben und sich selbst gegen riskante Verhaltensweisen stärken zu können. Ziel der Exkursionen ist es, den Erfahrungs- und Begegnungsraum der Bewohner:innen der Erstwohnhäuser sukzessive zu erweitern und Schwellenängste abzubauen.

Der Bedarf ist hoch und die Ressourcen sind knapp bemessen. Daher sind die Vernetzung der Kooperationspartner:innen und die Ermöglichung von Synergieeffekten wesentliche Aufgaben der Fachstelle Suchtprävention. Ziel auf dieser strukturellen Ebene ist es, die pädagogischen Fachkräfte von Kooperation Asyl zu entlasten und die Endadressat:innen im Hilfesystem nachhaltig anzubinden.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Das Angebot am Aktionstag wurde trotz zwischenzeitlichem Unwetter sehr gut angenommen. Bereits am Freitag, 30.07.2021, wurde mit den Teilnehmenden eine Leinwand gebaut und gespannt. Am darauffolgenden Montag, 02.08.2021, wurde das Thema des Projekts "Ich bin STAERKER!" gemeinsam ergründet und die Leinwand bemalt. Die Teilnehmenden sprachen über eigene Stärken und berichteten, während sie ihre Stärken malten, davon, wie sie schwierige Situation für sich erkennen und was ihnen hilft, mit diesen umzugehen. Die Leinwand als Ergebnis des Prozesses einer künstlerisch-kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema kann sich sehen lassen und die Teilnehmenden des Aktionstages freuen sich auf den nächsten Einsatz der Fachstelle für Suchtprävention am 25.08.2021 mit dem Werkhof e.V., wenn geschraubt und repariert wird und Reifen wieder ins Rollen kommen ...

Cheerio und vielen Dank an alle Kooperationspartner:innen und Teilnehmer:innen!

Michelle Denk
Fachstelle Suchtprävention in Darmstadt

Fotogalerie Aktionstag "Ich bin STÄRKER!" | 02.08.2021

Michelle Denk von der "Fachstelle Suchtprävention" und Till Kattge vom "Mobilen Projekt Eberstadt" am Weltnichtrauchertag 2021 in Eberstadt-Süd | Foto: Michelle Denk © ROPE

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) und das landesweite Netzwerk der Fachstellen für Suchtprävention starteten zum Weltnichtrauchertag, am 31. Mai 2021 mit Unterstützung der DAK-Gesundheit das Präventionsprojekt "Rauchfreies Auto für mein Kind!". Es wurden 12.000 Parkscheiben produziert, die über die Risiken des Passivrauchens für (Klein-) Kinder im Auto informieren.

Auch wir wollten uns als Fachstelle Suchtprävention in Darmstadt beteiligen und sind am Weltnichtrauchertag zusammen mit dem Mobilen Projekt Eberstadt in Eberstadt Süd auf die Straßen gegangen, um die Aktions-Parkscheiben an möglichst viele Bewohner:innen zu veretilen.

Die Eberstädter*innen haben die Parkscheiben dankend angenommen und zeigten sich an den Informationen zu den Folgen des Passivrauchens für Kinder im Auto sowie am Austausch zum Thema sehr interessiert. Es wurde deutlich, dass es vielen Bewohner:innen wichtig ist, über gesundheitliche Folgen informiert zu werden und durch Nichtrauchen im Auto zum Gesundheitsschutz von Kindern beizutragen.

"Schon im Kindesalter werden die Weichen für die spätere Gesundheit und einen gesunden Lebensstil gelegt. Deshalb unterstützen wir Projekte, die ein gesundes Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen fördern. Uns ist es außerdem wichtig, dass Eltern dort die Informationen haben, wo sie sich im Alltag aufhalten, also auch im Auto – auf dem Weg zum Einkauf oder beim Familienausflug am Wochenende."Sötkin Geitner, Leiterin der DAK-Landesvertretung in Hessen

In Deutschland sind schätzungsweise über eine Million Kinder und Jugendliche von einer Tabakrauchbelastung im Auto betroffen. Schon wenige Züge an einer Zigarette im Auto erhöhen die Feinstaubbelastung im Innenraum enorm. Was Eltern oft nicht bewusst ist: Tabakqualm ist der gefährlichste und zugleich bedeutendste vermeidbare Innenschadstoff für Kinder. Dabei beeinträchtigt Passivrauchen Kinder noch stärker als Erwachsene, denn ihre Organe sind noch nicht voll entwickelt und damit besonders empfindlich. Selbst wenn nicht in Anwesenheit von Kindern geraucht wird, werden diese mit den Giftstoffen konfrontiert, denn sie lagern sich zum Beispiel in Textilien ab und werden noch lange Zeit nach dem Rauchen in die Luft abgegeben. Dies gilt umso mehr, wenn auf kleinem Raum – beispielsweise im Auto – geraucht wird.

Passivrauchen erhöht gesundheitliche Risiken bei Kindern

Bei Kindern kann Passivrauchen zu akuten und chronischen Atemwegserkrankungen und zu akuter und chronischer Mittelohrentzündung führen. Bei Babys gehört das Passivrauchen zudem zu den Hauptrisikofaktoren für den plötzlichen Kindstod. Susanne Schmitt, Geschäftsführerin der HLS, betont:

"Angesichts dieser schwerwiegenden Risiken, denen besonders Kinder ausgesetzt sind, wenn im Auto geraucht wird, setzen wir uns dafür ein, dass dort konsequent auf das Rauchen verzichtet wird. Ein gesetzliches Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder und Jugendliche mitfahren, würden wir sehr begrüßen"Susanne Schmitt, Geschäftsführerin Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V.

Erfreulicherweise waren einige Bürger:innen bereit, sich für unsere Aktion mit den Parkscheiben fotografieren zu lassen:

Fotogalerie Projekt "Rauchfreies Auto für mein Kind" | 31.05.2021

Zeitgleich mit uns war das wunderbare Team von Ubuntu auf dem Adenauerplatz zugegen. Mit Kunst und kreativem Werkeln begeisterte Ubuntu Kinder aus dem Stadtteil und unterstütze unsere Kampagne gerne.

Auch die örtliche Apoheke wollte die Aktion gerne unterstützen, und wir durften dort unsere Parkscheiben auslegen.

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Präventionsprojekt "Rauchfreies Auto für mein Kind!" stand ein Besuch bei die Mäander GmbH, einem gemeinnützigen Träger der Ambulanten Jugendhilfe in Darmstadt. Auch hier konnten wir für das Thema sensibilisieren, das gerade in der Arbeit mit Familien gut platziert erscheint.

Wir freuen uns über weitere Interventionen im öffentlichen Raum zu Gesundheit und Prävention, die hier auf unserer Webseite mitverfolgt werden können. Bleibt neugierig!

Michelle Denk
Fachstelle Suchtprävention in Darmstadt

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